Konzertankündigung

Wo kommen wir her? Wohin führen uns unsere Wege? Gerade zum Ende des Kirchenjahres beschäftigen uns diese Fragen noch mehr als ohnehin schon.
Der Neue Chor Hamburg möchte mit Musik von Brahms und Gjeilo einen Blick auf dieses Thema werfen und wird am Sonntag, den 04. November 2018, in St. Petri gastieren.
“Ihr wandelt oben im Licht, auf weichem Boden, selige Genien”, heißt es in Hyperions Schicksalslied, gedichtet von Friedrich Hölderlin. Der unbekümmerten Götterwelt gegenüber steht der leidende Mensch, der “ins Ungewisse hinab” gezogen wird. Doch auch wenn das Gedicht so vernichtend endet, schließt Brahms’ Komposition in einem strahlenden C-Dur. Der Neue Chor Hamburg wird bei diesem Stück von den jungen Pianistinnen Lotta-Sophie Harder und Dulguun Chinchuluun begleitet.

Dunkelheit und Licht finden sich auch in der Musik des Norwegers Ola Gjeilo (*1978). In zwei Werken bearbeitet er ein Gedicht des Mystikers Johannes vom Kreuz. Gjeilos Stücke klingen wie Filmmusik, voller Dramatik und treibender Rhythmen, aber auch langer Melodien. Er stellt das Klavier dem Chor gleichwertig gegenüber und beide tauschen ihre
Rollen: Mal begleitet der Chor das Klavier, mal ist der Chor der eigentliche Solist. Der Clou in der Besetzung ist allerdings ein Streichquartett, bestehend aus Studierenden der Hochschule für Musik und Theater. Gjeilos Musik ist so neu, dass sie noch kaum jemand kennt.
Kommen Sie nach St. Petri und lassen sich vom Neuen Chor Hamburg und jungen Musikstudierenden in Welt der Mystik entführen!

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