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Foto-ArmedManUnser nächstes Konzert:

 http://neuer-chor-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/11/karoE94E1B.jpg Samstag 8. November 2014, 19:30 Uhr,

Neuapostolische Kirche, Abendrothsweg 18, 20251 Hamburg-Eppendorf
Eintritt: 18 € (erm. 15 €)

KARL JENKINS (* 1944)
THE ARMED MAN: A Mass for Peace

Despina Koustoulidi, Mezzosopran
Immanuel Klein, Bariton
Neuer Chor Hamburg
Ensemble Jettberg
Leitung:
Matthias Mensching

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Mitsingen? – Mitsingen!

Wir freuen uns über Sängerinnen und Sänger, die Lust haben, bei diesem reizvollen Konzertprojekt mit dabei zu sein. Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt auf mit uns auf: info@neuer-chor-hamburg.de

Link für eine Hörprobe: http://www.youtube.com/watch?v=nBLTngmUgWQ

Zum Werk Der walisische Komponist Karl Jenkins bezeichnet sein Werk The Armed Man im Untertitel (A Mass for Peace) als Messe; eine Messe im traditionellen Sinne ist das Stück jedoch nicht. Vielmehr ist The Armed Man die Vertonung einer Collage von Texten unterschiedlichster Herkunft und Kulturen. Jenkins vereint dafür Teile des Mess-Ordinariums[1], Auszüge aus der Bibel (Psalmen, Offenbarung des Johannes) und aus dem indischen Mahàbhàrata sowie den islamischen Gebetsruf Adhan und Texte von Rudyard Kipling, John Dryden, Jonathan Swift, Tōge Sankichi, Guy Wilson, Thomas Malory und Alfred Lord Tennyson zu einem großen Ganzen, welches die Folgen von Krieg, Angst und Terror in der Welt sowie die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben der Menschen untereinander auf bewegende Weise darstellt. Dieser Collage von unterschiedlichen Texten entspricht in musikalischer Hinsicht eine Stilvielfalt, die dem Werk eine besondere Farbigkeit verleiht: Elemente beispielsweise aus Gregorianik, Vokalpolyphonie der Renaissance, Folklore oder Jazz lässt Jenkins einfließen in seine ganz eigene und unmittelbare Musiksprache. Ausgangspunkt ist dabei das französische SoldatenliedL’homme armé aus dem 15. Jahrhundert, dessen Melodie bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts in einer Vielzahl von Messvertonungen als cantus firmus verarbeitet wurde, bis das Trienter Konzil die Verwendung weltlicher cantus firmi in der geistlichen Musik verbot.[2] Jenkins knüpft an diese Tradition an, indem er das Lied im ersten und letzten Satz verarbeitet; er macht sich dabei aber – im Vergleich zu dem zuvor beschriebenen Kompositionsprinzip – nicht nur die Melodie, sondern vor allem auch den Text zunutze.[3] L’homme armé verleiht dem Stück somit den Rahmen und nicht zuletzt auch den Werktitel (The Armed Man). Das Werk, das am 25. April 2000 in der Londoner Royal Albert Hall zur Uraufführung kam, entstand unter dem Eindruck des Kosovo-Konflikts und ist dessen Opfern gewidmet.

 Probenphase und Konzert:

-     Proben dienstags (mit Ausnahme 26.5.) von 19:30 – 21:45 Uhr an folgenden  Terminen:       13.5. / Montag, 26.5. / 10.6. / 24.6. / 1.7. / 26.8. / 9.9. / 23.9. / 30.9. / 7.10. / evtl. 21.10. / 28.10. Probenort: Aula der Ida-Ehre-Schule, Bogenstraße 36, 20144 Hamburg (Eingang über Schulhof Gustav-Falke-Str.)
–     Probenwochenende in HH: Sa, 25.10. (ganzer Tag) und So, 26.10. (bis mittags)
–     Hauptprobe mit Klavier: Di, 4.11., 19:30 – 21:45 Uhr
–     Generalprobe mit Orchester: Fr, 7.11., ab ca. 18:0
–     Anspielprobe und Konzert: Sa, 8.11., abends


[1] Jenkins vertont aus dem Ordinarium missae, dem fünfteiligen, feststehenden Ablauf einer Messe,  nur die Teile KyrieSanctus und Agnus DeiGloria und Credo finden keine Berücksichtigung. Auch in den Ablauf greift der Komponist ein, indem er das Agnus Dei, den letzten Teil des Mess-Ordinariums, vor den Benedictus-Teil aus dem Sanctus stellt. [2] Zu den bekanntesten Vertonungen gehören wohl die Missa L’homme armé für 5 Stimmen (1570) und die Missa L’homme armé für 4 Stimmen (1582) von Giovanni Pierluigi da Palestrina. [3] „L’homme armé doibt on doubter. / On a fait partout crier / Que chascun se viengne armer / D’un haubregon de fer. / L’homme armé doibt on doubter.“ – „Den Mann in Waffen muss man fürchten. / Überall hat man ausrufen lassen, / Dass jeder sich bewaffnen solle / Mit einem eisernen Kettenpanzer. / [Denn] den Mann in Waffen muss man fürchten.“

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